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IGNOUS - Buch
 

"25 Jahre IGNOUS -
ein kommunales
Experiment"

 

IM VISIER:

Uli Wirtz - von Mengden
 
Jürgen D. Schirrmacher

IGNOUS, die Theatertruppe der VHS-Mainspitze
 

Uli Wirtz - von Mengden, Theaterpädagoge, Schauspieler und Regisseur
über IGNOUS:


Weg vom absitzbaren Konsumtheater, hin zum spannenden Amateurtheater mit Tiefgang und Unterhaltungswert, könnte das Konzept umschrieben werden, mit dem ich seit 1995 den Theaterkurs IGNOUS leite. Neben der Vermittlung von darstellerischen Grundtechniken und dem Training von Atem, Stimme, Sprache und Körper gehörte zu diesem Kurs von Anfang an die Besonderheit, dass jährlich eine Inszenierung entsteht. Nicht anders war das, als ich im Jahr 1979 selbst als Kursteilnehmer zu IGNOUS stieß. Nach meiner späteren Ausbildung zum Theaterpädagogen und Schauspieler und vielen Engagements in Freien Gruppen und an staatlichen Bühnen, hat mich der damalige Kursleiter Jürgen D. Schirrmacher, Schauspieler und Performance -Künstler autorisiert, seinen Kurs unter dem Namen IGNOUS weiterführen zu dürfen.

Im Mittelpunkt steht immer der Mensch, heißt mein Credo, wenn ich in meinen Inszenierungen dafür Sorge trage, dass meine Amateurdarsteller gefordert, aber nicht überfordert werden. Meine Arbeiten richten sich nach den Bedürfnissen aber auch den Möglichkeiten der Teilnehmer. Einige sind jetzt schon seit Jahren dabei und es gibt erfreuliche Fortschritte. Mit der Erweiterung des darstellerischen Potenzials können wir uns auch immer höheren Anforderungen an die Rollen stellen. Klassiker der Weltliteratur und Eigenproduktionen kommen auf die Bühne.

Die Volkshochschule ist für mich ein Ort, wo ich ungewöhnliche Dinge tun darf, die mir ein Stadt-Theater nie gestatten würde. Und weil meine Darsteller in ihrer überwiegenden Mehrheit unvoreingenommen neugierig auf sich und die gemeinsame Arbeit sind, entsteht ein Ort tiefer Begegnungen. Ein Erfahrungsfeld des gemeinsamen Lernens mit Theater.

Eine derart regional verankerte Kulturarbeit schließt auch mit ein, dass schon oft Vereine oder lokale Begabungen in den Inszenierungen eingebaut waren. Vielleicht entsteht im Miteinander, das natürlich auch unser treues Publikum mit einschließt, sogar etwas, was mein verehrter Meister Joseph Beuys als soziale Plastik bezeichnet hätte.